Vorbereitungen abgeschlossen… I am ready for takeoff!

Wie versprochen folgt nun ein weiterer Eintrag über mein Praxissemester in Japan.

Mittlerweile habe ich alle Vorbereitungen für die lange Reise von über 9000 km erledigt.

Anfang dieser Woche musste noch das Visum persönlich von mir abgeholt werden, welches ich 2 Wochen zuvor beantragt hatte. Es hatte mich gewundert, dass es nur ein eingeklebter Ausdruck in meinem Reisepass war, mehr nicht und gekostet hat es auch nichts 🙂 Gut das ich es vor Mittwoch abgeholt habe, sonst wäre ich vielleicht noch in die Demos rund um die EZB gelangt! o.O

Habe mich auch noch entschlossen einen Satz Visitenkarten zum basteln. Da man aber im Internet kaum geeignete freie Software findet, die es einem ermöglicht beidseitige Visitenkarte zu drucken, musste eben Microsoft WORD herhalten. Das Programm eignet sich doch erstaunlich gut, da eine Visitenkartenfunktion mit einprogrammiert ist. Allerdings werden es Klappkarten werden, da ich es meinem Drucker nicht klar machen konnte, so zu drucken damit Vorder- sowie Rückseite übereinander liegen. Sieht schon lustig aus, so eine deutsch-englische/japanische Visitenkarte 😀

Den Flug hatte ich ja bereits Ende Februar gebucht. Habe mich dummerweise für Lufthansa entschieden, da ich denke das man damit nie was falsch machen kann. Zumindest ist der Flug heute nach Japan planmäßig abgeflogen. Demnach werde ich vom Streik wahrscheinlich nicht betroffen sein 🙂 Wenn alles klappt werde ich mich, mit einer Boeing 747-400 am Nachmittag für 11 Stunden in die Lüfte erheben!

Sicher wird sich der eine oder andere Fragen: „Wohin verschlägt es mich nach Japan?“ oder „Was wir dort meine Aufgabe sein?“

Wenn ich vom Frankfurter Flughafen nach Tokyo Narita gereist, bin ich noch lange nicht da! Erst mal natürlich Einreisekontrolle und eventuell das Austellen eines „Ausländerausweises“, da ich mich ja 5 Monate im Japan aufhalten werde. Vielleicht will der Zoll auch nochmal mein Gepäck durchwühlen 😀 Dann werde ich natürlich noch die Landeswährung Yen brauchen, da es ohne Onlinebanking unglaublich schwer ist an Yen in Bar zu kommen! Freundlicherweise werde ich von einem Firmenmitarbeiter, welcher wahrscheinlich im Hauptbüro in Tokyo arbeitet zum Bahnhof (von welchem der Narita Express abfährt) im Untergeschoss geführt. Wenn am Flughafen alles erledigt ist, geht es mit dem sehr futuristisch aussehenden Narita Express (N’EX) vom Terminal 1 in ca. 90 Minuten zum zweitgrößten Bahnhof der Welt, dem Bahnhof von Shinjuku. Von dort aus dann mit den Zügen „Azusa“ oder „Kaji“ über die Chuo Main Line (übrigens laut wikipedia bekannt für seine hohe Selbstmordrate, sprich wenn man herrenlose Schuhe am Bahnsteig entdeckt… dann war es mit Sicherheit KEIN Unfall!) aus der Präfektur Tokyo, in die bergige Präfektur Yamanashi (zu deutsch wohl: „Bergbirne“). Dort sollte ich dann nach gut 4 Stunden Reisezeit am Bahnhof von Kobuchizawa aussteigen, wo mich meine Kontaktperson von der Firma Miyoshi abholen wird.

Übersicht Narita bis Hokuto
Streckenübersicht von Flughafen Narita über Bahnhof Shinkuku bis Bahnhof Kobuchizawa
Hokuto Stadt mit Bahnhof Kobuchizawa
Hokuto Stadt mit Bahnhof Kobuchizawa

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!“ das ist in Japan quasi Programm. Es sollte so verstanden werden, das ein Geschenk die Absicht ist eine freundschaftliche Beziehung zu einer Person herstellen zu wollen. Sprich beschenkt man jemanden und erhält ein Gegengeschenk (muss nicht sofort erfolgen, kommt eher später, da die Person gewissermaßen Bedenkzeit benötigt) ist die Freundschaft akzeptiert. Geschenke sind daher auch mit eingeplant, einmal für meine japanische Kontaktperson sowie für den Ausbilder.

Das Wohnheim in welchem ich unterkommen werde, ist nur ca. 10 Minuten vom Hauptbetrieb entfernt und 25 Minuten zu Fuß ist es bis zum Labor. Mir wird zwar ein Auto bereitgestellt aber vor allem für den Anfang werde ich mich auf meine Beine sowie den Drahtesel beschränken. Ich bräuchte nämlich für meinen deutschen Führerschein noch eine japanische Übersetzung und die ist nur in Japan zu beantragen. Außerdem bereitet mir die Vorstellung von Linksverkehr Kopfschmerzen 😀

Langeplan mit Bahnhof, Wohnheim, Betrieb und Labor
Lageplan mit Bahnhof, Wohnheim, Betrieb und Labor
Wohnheim Miyoshi
Eines der Wohnheime von Miyoshi

Arbeiten werde ich im Gewebekulturlabor des Gartenbaubetriebes Miyoshi & Co.,Ltd. wo ich im Rahmen meines Projektes die „Akklimatisierung von Helleborus aus Gewebekultur“ verbessern darf. Es geht also um Miniaturpflanzen aus dem „Reagenzglas“, die wieder an natürliche Umgebung angepasst werden sollen. Also nicht mehr 100 % Luftfeuchtigkeit, Nährelemente und Pflanzenhormone ohne Ende, sondern Abhärtung! 😀 Da Helleborus, zu deutsch „Christrose“ zudem, eine sehr empfindliche Pflanze gegenüber Krankheitserregern ist, muss ich zusätzlich auf sauberes Arbeiten also Hygiene achten. Ich hoffe das die Standards die dort vorherrschen ausreichen.

Miyoshi Streetview
Hauptbetrieb von Miyoshi
Meristem Research Center von Miyoshi
Meristem Research Center von Miyoshi

Man muss natürlich dazu sagen, das die Bilder vom August 2014 stammen. Wenn ich dort eintreffe, ist die Natur noch nicht so weit 😉

Homepage von Miyoshi

Außerdem werde ich, wenn meine Pflanzen im Labor keine Arbeit abwerfen in den Gewächshäusern und anderen Abteilungen mitarbeiten und den normalen japanischen Arbeitsablauf erleben!

Das sollte es fürs erste gewesen sein, vielleicht wird vor meiner Abreise noch ein kleiner Betrag folgen.

Bis dahin
さよなら!(sayonara = Auf Wiedersehen!)

2 Gedanken zu “Vorbereitungen abgeschlossen… I am ready for takeoff!

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