A little bit: „Lost in Japan“

Mit dem Gepäck „bepackt“ machte ich mich auf die Suche zum Ausgang vom Terminal 1. Das war leichter gesagt als getan, denn man bekam von Ausländern nur eine ungenaue oder keine Auskunft und den alten Japaner den ich fragte, konnte mir nach dem „Sumimasen, (Entschuldigen Sie…) where is the exit of the terminal?“ auch nicht weiterhelfen :-D. Irgendwie habe ich dann doch den Weg hinaus finden können. Erst mal bin ich ziemlich desorientiert herumgelaufen, da die englischen Schilder nicht mehr so aussagekräftig waren! Nach einem Besuch beim Geldautomaten und der sehr komfortablen Toilette, habe ich dann am Meeting Point auf Herrn Murakami von M&B Flora gewartet. Gut eine halbe Stunde vor der ausgemachten Zeit, kam er dann auch schon auf mich zu, als ich mich gerade nach etwas essbaren umschauen wollte. Die kurze Begrüßung war natürlich auf Japanisch aber dann musste es mit Englisch weitergehen. Ich war wirklich froh, dass er mir geholfen hat, das Ticket für den Narita Express sowie die weiteren Verbindungen zu besorgen, denn bereits am Anfang musste die Abfahrtszeit des Tickets geändert werden. Der NE’X hatte aufgrund eines Unfalls auf dem Gleis Verspätung. Herr Murakami entschied kurzerhand mich auf eine Runde Kaiten -Zushi (Sushi vom rollenden Band) in einem der oberen Decks des Terminals einzuladen. Mit rohem Fisch und Reis im Magen gestärkt, ging es dann ganz in das Untergeschoss an das für mich gestimmte Gleis. Nach einer weiteren Ticketumbuchung und einem Austausch von Visitenkarten, konnte ich mich endlich mit dem Narita Express auf in Richtung Shinjuku Bahnhof machen. Die Fahrt im Narita Express war sehr angenehm und komfortabel. Ich versuchte mich mit dem Internet zu verbinden aber dafür wären weitere Kosten angefallen. Also habe ich die Zeit damit verbracht, Bilder und Videos von der vorbeiziehenden Landschaft der Vororte von Tokyo aufzunehmen.

Wieder irgendwo vor Tokyo...
Irgendwo vor Tokyo…
Irgendwo vor Tokyo...
Irgendwo vor Tokyo…
Vielleicht der Tokyo Skytree?
Der Tokyo Skytree ( ca. 600 m hoch)
Nächter Halt, Tokyo... aber nicht für mich!
Nächter Halt, Tokyo… aber nicht für mich!
Anzeigetafel im N'EX. Die Ansagen waren in drei Sprachen zu hören: Japanisch, Englisch und Chinesisch
Anzeigetafel im N’EX.
Die Ansagen waren in drei Sprachen zu hören: Japanisch, Englisch und Chinesisch

Bei meiner Ankunft an der ersten Haltestelle Shinjuku, ging noch alles glatt. Dummerweise konnte ich den Super Asuza (Schnellzug) mit dem für mich reservierten Sitzplatz nicht mehr nehmen, da dieser schon abgefahren war. Also machte ich mich mit meinem Gepäck durch das Getümmel der Bahnhofsgänge. Das Gleis 10 war eigentlich sehr leicht zu finden und der Schaffner hat mir auf Englisch klar machen können, dass ich nur noch die Zugabteils 3,4 und 5 nutzen könne, da diese für nicht reservierte Sitzplätze ausgelegt waren. Die Fahrt nach Kofu (Präfekturhauptstadt von Yamanashi), war sehr lang aber ich habe einige großartige Fotos aufnehmen könne!

Berge und Strommasten aus Beton! :-D
Berge und Strommasten aus Beton! 😀
Berge wohin man schaut
Berge wohin man schaut
Irgendwo zwischen Shinjuku und Kofu
Irgendwo zwischen Shinjuku und Kofu
Ja es gibt in Japan auch Weinbau, dafür ist besonders die Präfektur Yamanashi bekannt
Ja es gibt in Japan auch Weinbau, dafür ist besonders die Präfektur Yamanashi bekannt

In Kofu fingen dann die ersten Probleme an. Herr Murakami hatte mir zwar gesagt, dass ich von Kofu nach Kobuchizawa einen lokalen Zug nehmen sollte aber das Bahnpersonal (was sehr freundlich war) hat es mir nicht ersichtlich werden lassen, welches Ticket ich nun benötigte oder in welchen Zug ich denn nun steigen müsse (hätte es vielleicht auf Englisch versuchen sollen). Etwas genervt und schon viel zu müde, habe ich dann einfach ein Super Asuza Ticket am englischsprachigen Automaten erworben und habe auf eben diesen gewartet. Ein großer Fehler! Wie sich herausstellte, wurde die Haltestelle Kobuchizawa nicht angesagt und ich stieg hastig an der nächsten Haltestelle aus, Okaya (20 km hinter meinem Ziel)! Etwas mit den Nerven fertig, zückte ich Herr Murakamis Visitenkarte und rief ihn verzweifelt an. Er blieb nur ganz cool und meinte ich sollte vor dem Bahnhofsgebäude warten, damit mich jemand abholen könnte. Mittlerweile ziemlich durchgefroren, hörte ich auf einmal eine Durchsage auf Japanisch in der mein Name oder zumindest die japanische Variante davon auftauchte, Oriba Girusuki. Ich muss heute noch darüber lachen! 😀 Mit ungenügendem Englisch seitens des Bahnhofspersonals, wurde mir mit Hilfe von Herr Murakami am Apparat klar gemacht, dass ich ein Ticket für einen weiteren Super Asuza benötigte. Mir wurde dann doch irgendwie ein Ticket für den nächsten Lokalzug verkauft! Egal, dachte ich mir, wenn ich kontrolliert werde, wird schon eine Ausnahme bei mir gemacht werden! Glücklicherweise kam im Zug nach Kobuchizawa dann kein Konduktor mehr und ich bin nach mehr als 24 Stunden endlich an meinem Ziel angekommen! Herr Itoh wartete schon besorgt auf mich. Nach dem Besuch in einem Restaurant mit koreanischem Grill und einem kurzen Stop beim Conbini (24 Stunden Laden), konnte ich dann endlich ins Bett fallen 😀

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