Erster Tag im Betrieb, Willkommenspartys und ein Besuch des Yamataka Jindai Sakura

Bevor es am Samstag mit meinem gleichartigen Nachbarn Yuki Otsuka zum Einkaufen in eine große Shopping-Mall nach Nirasaki ging, waren in dieser Woche noch eine Willkommenszeremonie mit viel Verbeugen und Vorstellungen im ganzen Betrieb auf japanisch mit vielen anderen Neulingen sowie einem anschließenden Besuch in einem Restaurant namens ROCK angesagt. Ich muss schon sagen, dass japanische Firmen sehr zuvorkommend und spendabel sind, was solche Anlässe anbelangt! Am Abend des selben Tages, stand dann die erste Willkommensparty in meiner Abteilung dem Research and Development Center (kurz: R&D Center ) an. Es wurden viele Visitenkarten ausgetauscht und ich lernte meine Arbeitskollegen bei einigen Bier und Rotwein kennen. Natürlich wurde ich viel mit Fragen gelöchert, ich habe mich aber nie bedrängt gefühlt. Da zwei meiner Kollegen auch im Sonnet Wohnheim untergebracht waren, haben Sie mich gleich zur meiner Wohnung gebracht.

Selbstvorstellung vor den Neulingen in der Firma (auf japanisch versteht sich)
Selbstvorstellung vor den Neulingen in der Firma (auf japanisch versteht sich)
Gruppenfoto mit alten und neuen Gesichtern
Gruppenfoto mit alten und neuen Gesichtern

Die nächste Willkommensparty fand dann Freitags in einem kleinen aber gemütlichen Restaurant nicht mal fünf Minuten von meinem Wohnheim entfernt statt und war ziemlich heftig, was den Bierkonsum der Japaner betrifft! Das „sich selbst vorstellen“ (aisatsu), war mittlerweile zur Gewohnheit geworden :-D. Gegessen wurden unterschiedliche Gerichte, die wir selbst auf einer heißen Metallplatte angerichtet haben, darunter auch Okonomiyaki (japanische Pizza oder eher Omelett mit Weißkohl, Ei, Fleisch und was noch nicht alles!). Während man auf das Essen wartet, kann man sich super unterhalten und die Themen gehen einem nie aus! Einige weibliche Kolleginnen sind durch den Alkohol so munter geworden, dass sie nach dem Restaurant noch weiter gezogen sind (vermutlich Karaoke), ich habe aber beschlossen mich zurück zu ziehen, da ich durch den Flug und die letzen Tage immer noch etwas fertig war.

Am Samstag ging es dann mit einem leichten Kater, zur Shopping-Mall nach Nirasaki. Die Fahrt war recht lang und wir haben deshalb zusammen Animemusik im Auto gehört. In der Mall selbst habe ich dann noch einige Sachen für meine Wohnung gekauft sowie was zu futtern. Die Lebensmittelpreise sind hier recht hoch aber die Qualität der Produkte hat mich bis jetzt nicht enttäuscht! Seltsamerweise mochten die ATM Automaten (Geldautomaten) meinen Reisepass nicht -.- Gegessen haben wir Takoyaki (Tintenfisch im Teigmantel) und Yuki hat mir eine Portion kalte Udon Nudeln spendiert.

Nach einem kurzem Stop bei einem Konbini um an Bares über einen ATM Automaten zu kommen, haben wir dann einen Abstecher zum Yamataka Jindai Sakura gemacht. Yuki kannte den Weg zwar nicht aber wird sind einfach immer den Fahnen mit den Kirschblüten drauf gefolgt. Trotz des bewölkten Himmels haben es sich die Japaner nicht nehmen lassen, sehr zahlreich die Kirschblüten abzulichten. Was man da zum Teil für Kameramodelle sieht, obwohl viele Leute einfach mit Tablett oder Smartphone aufgenommen haben. Ich habe mit Yuki zusammen dann eine große Runde über das Gelände gemacht. Vom 2000 Jahre alten Yamataka Jindai Sakura über das Eingangstor (mon) über den lokalen Tempel inklusive beten.

Dabei wirft man ein weinig Kleingeld in eine Holzkiste mit Schlitzen, läutet die Glocke (wenn es eine gibt) klatscht zweimal in die Hände, verbeugt sich, faltet die Hände zum beten, verweilt so eine kurze Zeit (für was man betet bleibt einem selbst überlassen, obwohl man auch für bestimmte Gebete auch bestimmte Tempel aufsuchen kann), verbeugt sich wieder und lässt dann den nächsten den Vortritt. Das Klatschen oder leuchten der Glocke soll die japanischen Götter (von denen es eine ganze Menge gibt!) auf sich aufmerksam machen. Ich bin zwar nicht gläubig aber dachte mir, wenn man schon mal hier ist, kann es nicht schaden!

Zum Schluss haben wir noch einen nicht ganz so alten Kirschblütenbaum in der Nähe besucht, konnten dort aber nicht so nahe ran, da er auf einem Privatgrundstück stand.

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Am Yamataka Jindai Sakura
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Ein Narzissenfeld hinter dem Eingangstor
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Am Eingangstor (mon) zum Yamataka Jindai Sakura
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Der lokale Tempel in der Nähe des Yamataka Jindai Sakura
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Wahrscheinlich der lokale Mönch, der einst in diesem Tempel lebte
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Eine 13-stöckige Steinpagode, direkt gegenüber dem Bereich mit der buddistischen Glocke
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Die buddistische Glocke, die hin und wieder mit dem Baumstamm an der rechten Seite geläutet wurde
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Nochmal der Yamataka Jindai Sakura von seiner ausgehöhlten Seite
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Ein weiterer alten Kirschblütenbaum, den man vom Parkplatz aus schon sehen konnte
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Der Yamataka Jindai Sakura ist schon so alt, dass er abgestützt werden muss. Außerdem wird die Erde um die Wurzeln, regelmäßig ausgetauscht.
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Am Eingang zum Bereich des Yamataka Jindai Sakura waren schon viele Japaner zu sehen.

Das soll es erst mal gewesen sein! Demnächst folgt ein kleiner Betrag zur Arbeit im japanischen Betrieb. Über Kommentare unter diesem Artikel oder Fragen und Anregungen, würde ich mich sehr freuen.

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