Der Fuji und das Highland

Am 2. Mai bin ich dann mit 2 Arbeitkollegen Maika und Yuki aufgebrochen um den Fuji-san zu besuchen. Japans gut 3.000 Meter hoher Berg ist quasi überall in Japan omnipräsent (auch wenn man weiter weg wohnt, sieht man ihn oft im Fernsehen).

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Der Berg ruft!
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Der Freizeitpark in Sichtweite

Die gefühlten 200 Kilometer ging es in Yuki’s PKW über die ETC Mautstraße zu bewältigen. Und da Kollege Yuki etwas faul war, sind wir gleich bis auf die 5. Station/Aussichtsplattform hinaufgefahren. Was nicht dumm war! Das gesamte Gebiet um den Berg Fuji ist als Naturschutzgebiet (Fuji-Hakone-Nationalpark) klassifiziert und wandern ist somit nur auf ausgewiesenen Pfaden erlaubt (klingt ganz gut als Ausrede finde ich :-D)! Sonst hätten wir aber nicht die tolle Melodie gehört, die auf die Fahrbahn aufgebracht war.

Fuji Melodie Bergauf (nicht mein Video):

Fuji Melodie Bergab (nicht mein Video):

Klingt seltsam aber wenn man mit Richtgeschwindigkeit über den makierten Bereich gefahren ist, konnte man im Innern des Autos einen Song hören (ganz so wie wenn man mit den Reifen auf manchen Seitenstreifen hier in der BRD kommt). Die Fahrt hoch zur 5. Station hat doch recht lange gedauert. Unterwegs waren immer wieder Schilder aufgestellt um welche Station es sich nun handelt (1. bis 4.). Auch ein paar Rennradfahrer haben wir sehen können, die wohl für die Tour de Japan trainiert haben (ja man wird es nicht glauben aber so etwas gibt es im sportbegeisterten Japan auch :-D).

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Der Berg zeigt sich nur selten ohne Wolken

An der 5. Station angekommen waren wir natürlich nicht die einzigsten (weil Wochenende) die den Berg entdecken wollten. Trotzdem konnten mir noch einen Parkplatz finden. Vom stark touristisch erschlossenen Teil um den Schrein weiter zur Klippe, war der Aufstieg im Mai noch untersagt, da noch (wie man oben auf dem Bild sieht) zu viel Schnee lag.

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5. Station ganz easy 😀
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Der eindeutige Beweis das es sich um den 02.05.2015 handelt

Im belebten Teil gab es einen Schrein und einige Souvenierläden in denen man Allerlei Ramsch erwerben konnte. Alle 3 zogen wir das beste Glückslos, betrachteten noch einige vom Sturm geformte Kiefern und die „5 Seen“ um den Fuji im Tal. Das war unser nächster Halt sozusagen.

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Rot Rot Rot ist der japanische Schrein nicht immer
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Japanische Berghütte/Schrein
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Dort oben muss Heidi sein!
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Vom Sturm geformte Kiefern

Einer der 5 Seen um den Fujii war unbeschreiblich schön. Leider war die Kirschblüte schon durch und so hatten die Besucher und wir nur etwas vom Laub, das etwas Schatten spendete. Ich habe wohl noch nie so viele Bilder von ein- und demselben Berg gemacht! Er sieht aber auch immer gut aus! Hier nur eine Auswahl:

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Dieser Berg ist einfach nur unbeschreiblich schön! Die Form hat schon viele Künstler wie den berühmten Hokusai inspiriert! Und er tut es bis heute. Manche Menschen besuchen ihn viele Tage hintereinander nur um die besten Bilder von Ihm aufnehmen zu können! Wohl auch deswegen da er sich zu bestimmten Jahreszeiten nur sehr schüchtern zeigt. Wolken können einem Bild mehr Leben geben aber wenn man nur eine weiße Wand vor sich hat nützt die beste Kamera nichts und man muss den perfekten Moment abwarten…

Nach diesem kurzen Intermezzo an den 5 Seen des Berg Fuji ging es zu der Hauptattraktion des Tages an die ich mich noch ein Leben lang erinnern werde!
Auf zum Fuji-Q-Highland einem Freizeitpark unweit des Berges.

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Vom Parkplatz aus konnte man schon die Achterbahn „Fujiyama“ sehen

Ich wurde natürlich auf direktem Wege in die Überraschungsattraktion des Parks geschleift. Was könnte das wohl sein? Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass es sowas wie Evangelion: World sein könnte!!!

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Das es sowas geniales überhaupt gibt!
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Ein Traum wird war!

Innen fing es dann erst richtig interessant zu werden! Fanherzen schlagen höher sag ich da nur! Die Szenen/Figuren zum gemeinsamen Ablichten, waren hauptsächlich aus den neueren Evangelion-Filmen entnommen worden. Man sollte an dieser Stelle gewarnt sein! Ich bin ein ziemlich großer Fan der Evangelion Serie, viele werden eine andere Meinung haben die mich an dieser Stelle aber nicht groß interessiert, also nehmt es mir nicht übel wenn ich hier den Fanboy raushängen lasse 😀

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Ein Bild mit Mari
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In der NERV Kommandozentrale
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Das Terminal Dogma ist es nicht…
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… muss wohl eher aus dem Kommandoraum sein!
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Punchen mit Asuka, definitiv Evangelion 3.0 – You can (not) redo!
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EVA 02 im Beast-Modus!

Hier kommt ein Video, welches ich mit großer Freude und ein wenig Tränen in de Augen aufgenommen habe. Man muss dazu sagen, dass ich Misato Katsuragis japanische Synchronschauspielerin unheimlich gut finde. Sie schafft es immer wieder die 29-jährige Singlefrau in allen ihren Fasetten nahezu perfekt rüber zu bringen! Nur einmal von ihr „herumkommandiert“ werden wie Aida es mal in der Serie sagte! :-).
Egal genug davon! 😀

Hier zum selbst abgedrehten Video von mir (erst nach 1:20 Minuten passiert etwas ;-)):

Jedes mal bekomme ich Gänsehaut wenn ich mir das Video ansehe! Auch wenn es nur Werbung für den Fuji-Q-Highland Freizeitpark ist, konnte Hideaki Anno (Regisseur der Serie Neon Genesis Evangelion) das ganze Spektakel perfekt einfangen (wenn er denn dafür verantwortlich war)!

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Einchecken am NERV HQ
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Das Terminal hat den selben Sound wie in der Serie von sich gegeben. Daher auch mein breites Grinsen 😀
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Mit Rei Ayanami im Fahrstuhl
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Asuka zickt mal wieder rum!
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Ein Guckloch zur medizinischen Untersuchung von Rei
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Nein Kaji ich bin nicht an dir interessiert aber deine Ex (Misato K.) hat was 😉
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Rei sagt doch in dieser Szene zu Shinji Ikari:“Du wirst nicht sterben. Weil ich dich beschützen werde!“
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Das Prog-Messer an der Decke… all right with this World!?
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Pilotensitzkaspel (Inneres des Entry Plugs) fürs EVA’s
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Leider bin ich nicht der Pilot 😀
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Eine japanische Schulklasse hat sich hier verewigt
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Asuka scheint nen Silberblick zu haben 😀
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Werbung!
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Nein Kaoru ich möchte nicht mit dir baden!
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Das Gefühl wenn man nicht im Pilotensitz sitzt… 😦 Hätte so gut werden können das Bild!
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Nicht weniger Homoerotisch! 😀
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Oh nein, jetzt spiele ich auch noch dem Klavier 😀
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Lieber raus hier und das AT Feld durchbrechen!
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Und einen auf EVA machen 😀
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Mach es Shinji-kun!!!
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Einfach mal kreuzigen lassen 😀

Am Ende von Evangelion World wartete natürlich ein Souvenirshop! Perfekte Gelegenheit, um mir -einem großen Fan des ganzen Franchise- das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich kaufte also einen Evangelion Notizblock und ein Asuka T-shirt.

Überglücklich und zufrieden ging es dann zum Ausgang. Da vom Tag immer noch etwas übrig war, entschlossen wir uns an einem der vielen Schlangen zu den Achterbahnen anzustellen. Zuerst beim Fujiyama:

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Das Bild haben wir erst kurz bevor wir gegangen sind aufgenommen
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Sieht noch relativ harmlos aus

Zwischen durfte es aber auch mal etwas ruhigeres sein, wie diese Wildwasser Action mit Winkekatzen:

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Warten auf den wilden Ritt

 

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Per Rollbahn auf den Berg
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Von da an ging es abwärts
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Diese zwei Mietzen hatten auch eine böse Seite

Die böse Seite der beiden Winkekatzen war, alle Insassen an entsprechenden Stellen nasszuspritzen. Deswegen fand ich es vorbildlich, dass alle einen Poncho gegen das Spritzwasser erhielten!

Weil das Adrenalin wieder ziemlich weit gesunken war, machten wir uns noch an zwei Achterbahnen. Fast geschlagene 1,5 bis 2 Stunden standen wir für die Takebisha Achterbahn mit welchselden Thema an. Über Bildschirme auf der Warterampe, wurde man von den 4 Power Ranger artigen Maskottchen bei Laune gehalten. Zu meiner Freude war das Thema: Evangelion! Der Einstiegsbereich war ganz im Stil der Startplattformen im NERV Zentrum gehalten und die Durchsagen waren von Misato Katsuragi gesprochen! Ziemlich fies war der Fall in einem Winkel von 121°:

(nicht mein Video. Außerdem sollte dieser Kurs hier nicht mehr der alte sein, da die Attraktion wohl 2017 überarbeitet wurde.)

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Ein glücklicher Takebisha Fan!

Maika war es nach dieser Achterbahn zu viel. Also machten Yuki und Ich uns an die letzte Achterbahn für den Tag: Dodonpa! Es hieß nur mit irgendwas von „eine Beschleunigung von 0 auf 180 km/h in weniger als 2 Sekunden“.

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Naja nicht ganz 180 km/h

Diesmal hatte Kollege Yuki echt zu knabbern! Der Countdown in der langen beleuchteten Startröhre, hatte was von einem Torpedostart! Die Hälfte der Strecke habe ich nicht gesehen, da ich die Augen geschlossen hatte (zum Glück gibt es youtube) 😀 Auch hat man beim Start das Gefühl, dass man von den 4,25 G zerrissen wird!

Dieser Kursverlauf wird wohl nicht der selbe sein, da die Attraktion 2017 überarbeitet wurde:

(nicht mein Video)

Ja das war schon ein Ritt. Ich möchte hierbei meinen allergrößten Respekt, gegenüber allen Astronauten und Piloten aussprechen. Unter solchen Bedingungen fehlerfrei zu Arbeiten ist schon eine Leistungen!

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For those about to fly. We salute you! (Quelle)

Als es dann richtig dunkel war, haben wir uns noch eine miniaturisierte französische Stadt mit all ihren Lichter angeschaut. Ich denke es war vor allem für Maika eine Entschädigung für das lange warten.

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Wirkte eher wie Weihnachten als Frühling
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Ein Eiffelturm, vielleicht gut 4 Meter hoch

Schon immer wieder lustig zu sehen, wie Japaner sich Europa (was sich scheinbar in ihren Köpfen vor allem aus Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und vielleicht noch Finnland zusammensetzt) sehen. Es ist für sie immer ein romantischer Kontinent, der scheinbar in der viktorianischen Zeit stehen geblieben sein muss, wenn man es von der Seite der Popkultur betrachtet.

Als wir uns an dem Lichtermeer satt gesehen hatten, machten wir uns auf Richtung Ausgang, stiegen in Yuki’s Wagen und fuhren zurück nach Kobuchizawa. Auf der Heimfahrt fragte mich Maika, welche Musik denn in Deutschland gehört wird. Sie hatte es vor allem auf Musik alla „Randfichten“ und dergleichen abgesehen.

(nicht mein Video)

Versteht ihr jetzt, was ich mit der seltsamen Sicht der Japaner auf Europa meinte?
Aber so wie wir an der Kultur der Japaner interessiert sind so ist es eben auch anders rum. Ihre Frage habe ich erst im Nachhinein verstanden und aktuelle Chart Hits empfohlen! Ich habe ihr Interesse schlichtweg als falsche Sichtweise auf Deutschland gesehen und mich vielleicht sogar etwas für diese Musik fremdgeschämt. Vor allem, da nicht leicht einzuschätzen ist, was jetzt eine „falsche“ oder „richtige“ Sichtweise auf ein Land ist. Naja soviel dazu, wenn 2 Kulturen aufeinander treffen.

Zum Abschluss des Tages sind wir noch lecker Yakiniku (verschiendenes Fleisch vom Grill) essen gegangen aber das werde ich in einem großen Post über Essen in Japan zusammen fassen.

Das nächste Mal geht es um die wirtschaftliche Bedeutung des Gartenbaus beim Muttertag. Also bis dann!

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